Über uns

– Hilft dir keiner, hilf dir selbst! –

Also haben wir im Quartett (zwEi Ost, zwEi West) etwas selbstironisch, was unsere Bemühungen betrifft, die „Selbsthilfegruppe Ei des Kommunismus (SEK)“ gegründet, um eine VeranstaltungsrEihe zum Thema

„WAS TUN MIT KOMMUNISMUS ?!“

auszubrüten, die am Mo. 31.10, am Di. 1.11. und So. 6.11.2011 stattfinden wird. Zu dieser Veranstaltungsreihe haben wir antistalinistische linke Referent_inn_en des emanzipatorischen Sozialismus bis hin zum Anarchismus zusammengetrommelt. Uns beschäftigt die Frage, was mit diesem abgenudelten öminösen „Kommunismus“ los ist und ob mit ihm für den Exit aus dem menschenverachtenden Turbokapitalismus noch was anzufangen ist. Und wenn ja, was. Und vor allem WIE?

Auf dieser site werden wir über den Fortschritt der Vorbereitungen und im weiteren zur Nachbereitung berichten und Texte der Referent_inn_en und von uns einstellen. Wir freuen uns auf Euer Interesse!

Mit freilich sozialemanzipativen Grüssen

Euer SEK: Bernd Gehrke/Ralf G. Landmesser/Anne Seeck/Harry Waibel


Bernd Gehrke
Jahrgang 1950, Politökonom, Zeithistoriker, 1978 als wiss. Oberassistent wegen oppositionell-kommunistischer Gruppenbildung von der Akademie der Wissenschaften der DDR geflogen, SED-Ausschluss und Berufsverbot. 1989 Ökosozialistischer Mitbegründer der „Grünen Liga“ und der „Initiative für eine vereinigte Linke (VL)“; vertrat letztere am Zentralen Runden Tisch der DDR; seither verschiedene Aktivitäten in der basisorientierten Betriebs- und Gewerkschaftsarbeit (u.a. im Bündnis Kritischer GewerkschafterInnen Ost/West, der Ostdeutschen Betriebs- und Personalräteinitiative, im ersten Anti-Hartz-Bündnis); seit 1993 Teamer in der gewerkschaftlichen Bildungsarbeit; verschiedene Forschungsprojekte zur DDR, u.a. in der „Projektgruppe Opposition und Repression“ am Zentrum für Zeithistorische Forschungen Potsdam, seit 2003 im „AK Geschichte sozialer Bewegungen Ost/West“ aktiv; Publikationen: Artikel und Bücher zur DDR sowie Mitherausgeber von 1968 und die Arbeiter. Studien zum „proletarischen Mai“ in Europa (2007 mit Gerd-Rainer Horn).

Ralf G. Landmesser
Geboren 1952 in Rheydt (jetzt Mönchengladbach) am linken Niederrhein. Publizist und Bildender Künstler. Sozialkulturarbeiter. – Nach Gymnasium und Handelsschule zweieinhalb Jahre Finanzbeamter. Kurzzeitig linker JuDo. Erste BI 1971 gegen Autobahnring MG. Austritt aus BFV zwecks Erwerb der allgemeinen Hochschulreife am Wilhelm-Heinrich-Riehl Kolleg in Düsseldorf. Engagement in BI BUD gegen Atomanlagen: Brokdorf, Kalkar, Grohnde etc.. Literarisch-politische Aktionen, Alternativpresse. 1978 Umzug nach München, Studium der Kommunikationswissenschaft, Politikwissenschaft und Soziologie an der LMU. Gründung der ALM (Anarchistische Liga München), Cartoonist, Mitwirkung an Stattzeitung BLATT etc. und Aktivist der Häuser- und Mietenwegung; 1980 Besetzung Blumenstr. 33. Umzug nach Berlin, weiteres Studium an der FU mit Schwerpunkt Politologie am OSI. Libertäres Forum; 1981-1985 Instandbesetzer_innen-Bewegung Charlottenburg. Einstieg in die Verlagsarbeit 1982 im Verlag Klaus Guhl. Von 1983-2000 Herausgeber des „Schwarzroter KALENDA“. 1984 Gründung der AStI (Anarchistische Student_innen Initiative); Gründung des SCHWARZROTBUCH Verlag Berlin 1989. Sieben Jahre Odachlosenarbeit im Rollbergviertel Neukölln. Berufserfahrungen in verschiedensten Bereichen wie von z.B. Bau, Fließband über LKW-Fahrer bis Computer-Spezialist und Öffentlichkeitsreferent. Langjährige libertäre Kultur- und Bildungsarbeit. 1988 Eröffnung des A-Laden Berlin. Kiezaktivist und Projektarbeit. Ab 1989 Dissident_innen-Fraternisierung Ost-West. Betrieb der „Libertarian Press Agency [LPA]“ seit 1998. Verstreute Veröffentlichungen.

Anne Seeck
1962 im Norden der DDR geboren, „normal“ sozialisiert, d.h. Pioniere, FDJ, auch Funktionen; nach Abbruch eines staatlich zugewiesenen Studiums subkulturell in Dresden-Neustadt und Ostberlin unterwegs; mal ungelernte Jobs wie Pförtnerin, Postbotin, Volkssolidarität etc., mal arbeitslos.
1988 Ausreiseantrag – 12/1989 Übersiedelung nach Westberlin; 1990-1996 Sozialpädagogikstudium an der FU; 1997 Gründung der Erwerbsloseninitiative „Hängematten“; seit 2002 im Mehringhof und seit 2004 im Info- und Stadtteilladen „Lunte“, Neukölln aktiv, Sozialprotestbewegung, Anders arbeiten, Teilhabe e.V.; mache politische Bildungsarbeit und schreibe für die Trend-Onlinezeitung.

Harry Waibel     [am 13.11.2011 aus der SEK ausgetreten *]
Geboren 1946 in Lörrach, Süd-Baden. Ab 1967 Teilnehmer der APO in Lörrach und Basel, MASCH Lörrach, Republikanischer Club Lörrach, Jungsozialisten in der SPD. Mitbegründer einer Bürgerinitiative gegen Atomkraftwerke in Schwörstadt (AGAS), Besuch der Gedenkstätte des ehemaligen KZ Dachau. Stellvertretender Betriebsratsvorsitzender in einem Lörracher Unternehmen, Mitglied der Gewerkschaft Holz und Kunststoff. Abitur am Kolping-Kolleg in Freiburg i. Brsg. Stipendiat der Hans-Böckler-Stiftung. Lehramtsstudium an der Pädagogischen Hochschule Freiburg für Deutsch, Geschichte und Soziologie: I. Staatsexamen. Für die „Linke Liste“ zum Mitglied des Studentenrats gewählt. Beteiligt am Kampf gegen das geplante AKW Wyhl, Bauplatzbesetzung und am Kampf gegen das geplante Bleiwerk in Marckolsheim (Elsass), Bauplatzbesetzung. Studium der Politischen Bildung an der FU Berlin: Diplom. Taxifahrer in Freiburg i. Brsg. Promotion zum Historiker am Zentrum für Antisemitismusforschung der TU Berlin mit einer Arbeit über „Jugendliche Rechtsextremisten in der DDR“. Wissenschaftlich-pädagogischer Mitarbeiter und Dozent an der Volkshochschule Steglitz. Lehrbeauftragter an der FU Berlin. Forschungsarbeiten zu Rassismus, Anti-Semitismus und Neo-Faschismus in der DDR. Autor von „Rechtsextremismus in der DDR“, PapyRossa Verlag und von „Diener vieler Herren – Ehemalige NS-Funktionäre in der SBZ/DDR“, Peter Lang Verlag.

[ *  Wir danken Dr. Harry Waibel für seine engagierte Mitarbeit in der SEK. Er ist auf eigenen Wunsch aus der Gruppe ausgetreten. Wir wünschen ihm für seinen weiteren Lebensweg alles Gute! ]

Kontakt:  rotlindeschwarzbaum {ät} gmail.com

3 Antworten zu “Über uns

  1. A*C

    Btte, bitte macht doch eine Audioaufzeichnung. Damit auch wir Provinzlinken was davon haben. 😉

    • Harry Waibel

      Ja, es wird audio und visuelle Aufzeichnungen geben, damit auch Linke außerhalb von Berlin teilhaben können. Zumindest mal auf dieser Ebene der Information.
      Harry

  2. Liebe Freund_innen und Genoss_innen des kollektiven Eierlaufes,

    Nachdem nun alle Verbindlichkeiten beglichen sind, geben wir, wie während unserer Veranstaltungen angekündigt, hiermit nach gutem alt(ernativ)en Brauch öffentlich Rechenschaft über die Finanzierung unserer Veranstaltungsreihe.

    FINANZEN „Was tun mit Kommunismus?!“

    EINNAHMEN

    Projektanträge: EURO

    Netzwerk Selbsthilfe
    (Gestehungskosten Flyer und Plakate) 514,00
    Bildungswerk Berlin
    der Heinrich-Böll-Stiftung
    (Anzeigen und Veranstaltungsvorbereitung) 1000,00
    Rosa-Luxemburg Stiftung
    (Reisekostenzuschuss Referent_innen) 400,00

    Gesamt Anträge: 1914,00

    Spenden:

    Vorstand Haus der Demokratie 390,00
    Anonyme Spender_innen 800,00
    Teilnehmer_innen HdD 17,80
    Teilnehmer_innen Festsaal Kreuzberg 16,70

    Gesamt Spenden: 1224,50

    Gesamtsumme Einnahmen: 3138,50

    AUSGABEN

    Reisekosten für vier Referenten 490,25
    Mieten 129,00
    Annoncen 387,63
    Druckkosten 570,96

    Aufwandsentschädigungen (Video-und
    Audiodoku, Flyergestaltung, Musik) 730,00
    Bürobedarf 21,75
    Doku-Aufnahmegerät + Speicherkarte 136,90
    Kleinmaterialien/Sonstiges pauschal
    (Getränkeversorgung u.a.m.) 50,00

    Bisherige Ausgaben Summe: 2516,49

    Verbleibender Überschuss Summe: 622,01

    Die restliche Summe (wir haben gut gewirtschaftet) wird für die Erstellung der voraussichtlich im Herbst 2012 erscheinenden Buchdokumentation (Lektorat u.a.m.) im UNRAST-Verlag verwendet.
    Honorare für Vorbereitung oder Referent_inn_en wurden nicht gezahlt bzw. nach erfolgter Zahlung umgehend zur Begleichung der Kosten der Veranstaltungsreihe gespendet.

    Das Doku-Aufnahmegerät verbleibt bei der SEK zur Dokumentation weiterer Veranstaltungen, Diskussionen u.ä. und wird für solche Zwecke auch Teilhabe e.V. und dem A-Laden Berlin leihweise zur Verfügung gestellt.

    Vorösterliche Grüße aus der Legebatterie ! 😉
    Selbshilfegruppe Ei des Kommunismus [SEK]

    Nachtrag: Durch starkes Eingebundensein und Technikversagen hatte ich, R@lf, einige Wochen keine Möglichkeit die fertige Abrechnung online zu setzen. Sorry – shit happens.
    Leider habe ich auch den Bogen noch nicht raus, wie die Zahlen schön untereinanderstehen – wie in der Vorlage… wordpress presst sie mir zusammen. Hoffe, dass Ihr trotzdem klarkommt damit.

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